Was auf uns zukommt.

Ein ganz schön sportliches Programm!

Langsam aber doch entwickelt sich bei uns so etwas wie Überblick!!! Ein guter Zeitpunkt für eine kurze Zusammenfassung unserer Pläne für die nächsten Monate! Ein kleiner Einblick über die Arbeiten am Boot und die Projekte mit denen ihr die nächste Zeit rechnen könnt!

Es ist gar nicht so leicht einen Anfang zu finden für all das was ich euch erzählen möchte! Ich zäume das Pferd jetzt einfach mal von hinten auf und beginne bei der Dry Marina hier in Aprilia. Das ist zwar unsere letzte Station bevor wir endlich unsere Segel setzen können, aber es ist auch der größte Brocken unseres Refits: unser Unterwasserschiff! 

Zur Dry Marina selbst gibt es auch einiges zu sagen. Ganz besonders an diesem Trockenplatz ist, dass man hier wirklich leben kann wie im Hafen auch! 

Für jedes Schiff gibt es einen eigenen Zugang zu Strom und Wasser und auch der Zugang zum Boot selbst ist ganz normal über einen „Steg“ möglich! Somit erspart man sich das mühsame Gekraxel auf der Leiter. Das Auto parkt man einfach daneben und mit einem Kranpass kann man das Schiff jederzeit ein- und auskranen wenn man segeln möchte! Für Viele eine ganz tolle Möglichkeit! Bei uns schaut das natürlich etwas anders aus.

Unser „Programm“ für die Trockenzeit ist, wie davor im Wasser auch, sehr sportlich! Wir möchten ja so schnell wie möglich raus und segeln! Segeln lernen, um ganz ehrlich zu bleiben. Gemeinsam mit der Segelschule Attersee, werden wir einige gemeinsame Skippertrainings, Kurseinheiten, Seemeilen und sogar die Prüfung auf unserer Ora machen! So lernen wir unser Boot, auch unter Segeln, wirklich von der Pieke auf kennen und können recht viel Erfahrung unter „sicherer Führung“ machen!

Aber zurück zum Refit. In der Dry Marina werden wir vielleicht ein, zwei Löcher in unseren Rumpf bohren müssen! Je nachdem wie viele Borddurchlässe wir schon haben. Wir wissen nur, für Wassermacher und die neue Heizung benötigen wir 2 Seeventile. Wir überlegen ein elektrisches Heiz-Klima-Gerät einzubauen das mit Seewasser arbeitet. Zur Zeit haben wir im Boot nämlich gar keine Heizung eingebaut, aber dank Heizlüftern ist es trotzdem kuschelig warm! Dauerzustand ist das natürlich keiner! Welche Heizung schlussendlich eingebaut wird, ist noch nicht in Stein gemeißelt. 

So stellen sich laufend Fragen über was, wann, wohin kommt, gemacht wird, oder eben doch nicht gemacht wird… Was ist wirklich notwendig, was ist Spielerei? Wo startet unnötiger Luxus und ändert sich diese Grenze wenn das Schiff zum einzigen Heim wird? Auf was kann und sollte man aber doch verzichten? Viele Fragen die alle nicht mit absoluter Sicherheit zu beantworten sind, zumindest nicht für uns. 

Absolut sicher ist, dass wir bei den Arbeiten am Trockendock unser Unterwasserschiff einmal komplett abhobeln werden um es danach wieder von Grund auf neu aufzubauen! Das Antifouling unserer Wahl ist Coppercoat und darunter kommen viele Schichten Primer und Co.!!! Das ist wirklich.super.viel.Arbeit! Arbeit, die eigentlich nicht nötig wäre, da das Unterwasserschiff in wirklich gutem Zustand ist! Die Vorbesitzer haben sehr viel Liebe und Geld darin investiert! Aber! Es gibt ein paar Punkte warum das jetzt wichtig und richtig für uns ist: 

  1. Mit Coppercoat sparen wir uns sehr viel Chemie die nicht mehr jedes Jahr neu drauf muss! Damit achten wir auch etwas auf die Umwelt. 
  2. Für die Installation vom Wassermacher muss das Boot so oder so aus dem Wasser, deshalb nutzen wir das gleich und arbeiten so effizient wie möglich!
  3. Durch eine kleine Fleißaufgabe mit einer besonderen Extraschicht, bekommt unser Unterwasserschiff optimalen Schutz gegen Osmose und Abrieb! Wir verpassen unserer Ora eine Art „Fischhaut“ aus Aluminiumpulver. (Natürlich nicht direkt unter dem Kupfer!)
  4. Der größte Vorteil für uns persönlich ist, dass wir ein paar Jahre von Arbeiten am Unterwasserschiff, mit allen damit verbundenen Kosten (Kranen, Material, Trockenplatz, Zeit,…) verschont bleiben sollten. Im absoluten Ideal sogar weit über 10 Jahre und mehr!

Am Rumpf über der Wasserlinie wird alles auf Hochglanz poliert und liebevoll gepflegt. 

Soviel zu den Arbeiten im Trockenen!

Bis dahin liegen wir aber noch im Wasser in Capo Nord und genießen es, behutsam in den Schlaf geschaukelt zu werden! Das heißt aber nicht, dass wir auf der faulen Haut liegen, im Gegenteil! Unsere Liste hat es wirklich in sich! 

Unser Ziel ist es autark zu werden! Allein die Themen rund um Strom und Elektrik würden uns Monate und sehr viel Lehrgeld kosten, würden wir uns nicht an Vollprofis halten! Deshalb holen wir uns auch hier Hilfe zur Selbsthilfe und lernen von sehr, sehr kompetenten Menschen die ihr Handwerk wirklich verstehen! Weiter eingehen werde ich darauf jetzt aber nicht, denn das Thema Bordelektrik, Solar und alles was dazugehört hat einen eigenen Artikel verdient!

Das ist jedoch noch lange nicht das Ende unserer Liste! 

  • Für die neuen Solarpanels gehören die Davits verstärkt. 
  • Der alte und haarrissige Gelcoat weicht neuem Lack. 
  • Die Fugen am Teakdeck werden neu verfugt. 
  • Es wird an allen Ecken und Enden geputzt, entrostet und aufpoliert. 
  • Unsere Sprayhood braucht neue Scheiben. 
  • Generell werden wir alle Fenster so gut wie möglich von Kratzern befreien und aufarbeiten. 
  • Und für klein Xaver kommt zur Sicherheit natürlich ein Netz um die Reling! 

Zum Thema Sicherheit kommt auch irgendwann ein eigener Artikel, sonst kommt dieser hier nie zu einem Ende! ;) 

Ihr seht, unsere Überlegungen der letzten Wochen gehen weit über die Frage wo wir alles einräumen sollen hinaus! Wir haben uns einiges vorgenommen! Es ist sogar so viel, dass wir ehrlich gesagt, nicht genau wissen wie realistisch es überhaupt ist alles bis Mai fertig zu bekommen. Finanziell wie auch im Arbeitsaufwand selbst! Große Überraschungen lässt unser Budget auf keinen Fall zu! Der Spielraum für Fehler die ins Geld gehen könnten ist im Grunde nicht gegeben! Wenn alles so klappen soll wie wir uns das vorstellen, sollte auch wirklich alles so klappen - wie wir es uns vorstellen…

Aber! Mit Träumen sind wir ja schon ein Stück weit gekommen! Warum damit aufhören? 

Vielen Dank für’s Lesen! Schön dass du da bist! Bis nächste Woche!

Eure Segelkinder und Bootsbastler!

Kategorie: Boot, DIY, News
Datum: 30.01.2023

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